Zwischen den Jahren und die Raunächte…

…ist die Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar, insgesamt 12 Tage bzw. Nächte!
Dabei geht es um nichts Geringeres als die Besinnung und einen Ausblick auf das künftige Leben. Kalendarisch ging es früher darum, die unterschiedlichen Kalender bzw. Jahresanfänge zu vereinen. Die Zeit „Zwischen den Jahren“ war ein mystische Zeit. Früher waren zu dieser Zeit Wäschewaschen, Nähen und Spinnen ebenso zu vermeiden wie das Ausmisten des Stalls.

Nach den Bauernregeln waren die sogenannten „Raunächte“ bei unseren Vorfahren „Heilige Nächte“. In ihnen wurde möglichst nicht gearbeitet, sondern nur gefeiert, wahrgenommen und in der Familie gelebt.

Die Alten benutzten jede dieser Raunächte für einen Monat des Jahres zum Deuten und Orakeln. Somit steht die erste Raunacht für den Januar, die zweite für den Februar und so weiter und so fort. Sie beobachteten alles: Wetter, wie das Essen geschmeckt hat, ob gestritten wurde oder ob es friedlich zuging. Ob an diesem Tag alles glatt lief oder es Probleme gab.

In diesen Tagen und Nächten wird von jeher viel geräuchert. Davon werde ich euch im nächsten Beitrag berichten.

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