Bitterstoffe

Die Hauptwirkung von Bitterstoffen ist die Verdauungsförderung. Sie wirken kräftigend und tonisierend, darüber hinaus stimulieren sie das Immunsystem und die Abwehrkräfte des Körpers.(1)

Die bitterste einheimische Pflanze ist der Enzian, dann kommt der Wermut und das Tausendgüldenkraut. Auf Bitterstoffe reagieren Menschen höchst unterschiedlich. Unser Selbstversuch während der Ausbildung mit Wermut-Tee zeigte dies sehr deutlich. Die stärkste Reaktion auf einen Schluck Tee war richtige Übelkeit. Mir war nicht übel, allerdings lief mir sofort der Speichel im Mund zusammen und ich hatte zwei Stunden einen für mich unangenehmen Geschmack im Mund. Andere fanden den Geschmack nicht so unangenehm.

Gute Medizin schmeckt bitter, aber ein weiser Mensch nimmt sie, wenn sie ihm verordnet wird; ehrliche Worte sind dem Ohr unangenehm, aber ein Erleuchteter hört auf sie. Han Fei-Tse

Bitterstoffe oder Amara werden in drei Hauptgruppen unterteilt:

Amara tonica sind reine Bitterstoffe, hierzu gehört auch der Löwenzahn. Sie werden bei Appetitlosigkeit und Schwächezuständen eingesetzt.

Amara aromatica enthalten neben den Bitterstoffen auch noch ätherische Öle als Hauptwirkstoffe. Sie wirken auch hauptsächlich auf Leber, Galle und Darm. Typische Pflanzen sind z.B. die Schafgarbe, Beifuß, Wermut.

Amara acria sind Bitterstoffe, die auch noch einen scharfen Geschmack entwickeln. Hier gibt es kaum einheimische Pflanzen. Dazu gehören Ingwer, Pfeffer, Galgant. Sie unterstützen noch den Kreislauf.

Bitterstoffe sollten nicht angewandt werden, wenn ihr zu viel Magensäure habt, bei Sodbrennen oder bei Gallensteinen.

Heute teste ich ein Bitterstoff – Rezept mit Chicorée und Grapefruit, davon werde ich euch Morgen berichten…

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