Pestessig oder Essig der 4 Räuber

Schon mal davon gehört? Hört sich sehr spannend an! Während der Wild- und Heilkräuterausbildung haben wir diesen Essig gemischt.

Die Mär bzw. Legende zu diesem Essig besagt, dass während der Pestzeit im 18. Jahrhundert mehrere (!) Räuber in Frankreich ihr Unwesen trieben und die ausgestorbenen Pesthäuser plünderten. Als einer erwischt wurde und ihm der Tod drohte, verriet er wie die Räuber sich vor der Ansteckung schützten. Eine Essig-Kräutermischung sei ihr Schutz. In der Literatur und im Netz findet ihr viele verschiedene Varianten dieser Mischung.

Hier nun ein Rezept der badischen Pharmazie (Mengen angepasst) aus dem Buch von Susanne Fischer-Rizzi; Medizin der Erde

Zutaten:

20 g Rosmarin

20 g Salbei

20 g Pfefferminze

5 g Gewürznelken

5 g Zitwerwurzel

5 g Angelikawurzel

ca. 1 Liter guten Weinessig (evtl. etwas mehr, die Kräuter müssen gut bedeckt sein). Die angegebenen Mengen gelten für getrocknete Kräuter. Diese mit dem Essig aufgießen, an einem warmen Ort ziehen lassen und gelegentlich schütteln. Nach zwei Wochen abseihen und gut ausdrücken.

Ich habe mehrere beginnende Erkältungen erfolgreich damit bekämpft (ca. 3 Teelöffel am Tag). Aber Vorsicht, es schmeckt etwas gewöhnungsbedürftig!

Äußerlich wirkt der Essig desinfizierend und reinigend.

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