Erkältung / Erdkammersirup

Es war ruhig hier. Aus gutem Grund! Ich war krank, richtig krank. Es ist ja Grippezeit und ich hatte eigentlich gehofft, dass ich verschont bleibe…. Ich habe doch eifrig Ingwer-Kurkuma-Tee getrunken. Aber es hat mich leider doch so richtig erwischt. So krank habe ich mich während einer Erkältung selten gefühlt. Ich habe fünf Tage flach gelegen und konnte quasi nix machen. Ihr wisst sicher wovon ich spreche bzw. schreibe, daher jetzt genug gejammert. Ich hätte ihn auf jeden Fall gut gebrauchen können, den Erdkammersirup!

Ich habe ja versprochen, dass ich über meine Erfahrungen mit der Anwendung von Wild- und Heilpflanzen berichten werde. Es müssen ja nicht immer gute Erfahrungen sein…Spitzwegerich ist eine sehr gutes Hausmittel bei festsitzendem Husten. Neben Schleimstoffen enthält er noch Gerbstoffe und Kieselsäure. Schleimstoffe helfen bei einer akuten Entzündung der Atemwege die Schleimhaut zu beruhigen und die Reizbarkeit zu mildern. Der Spitzwegerich hat im frischen Zustand die hervorragende Eigenschaft die Selbstheilungskräfte im Körper anzuregen. Leider verliert er diese Eigenschaft, wenn er getrocknet wird. Um die Selbstheilungskräfte zu erhalten, wird empfohlen, einen Erdkammersirup anzusetzen. Und dies habe ich im letzten Sommer getan.

Erdkammersirup 2017

Ich habe den Spitzwegerich im Mai frisch geerntet, klein geschnitten und abwechselnd mit Honig in ein Einmachglas geschichtet.

Das Glas wird richtig voll gemacht. Zum Verschließen wird im Netz verschiedenes empfohlen, ich habe mich dafür entschieden, den Glasdeckel des Einmachglases aufzulegen. Jedoch ohne mit dem Einmachgummi fest zu verschließen, da Luft ins Innere gelangen soll. Als nächstes musste ich einen geeigneten Platz im Garten finden, um ein ca. 60 cm Loch für das Glas zu graben. Glaubt mir, das ist nicht so einfach wie es sich anhört. Letztendlich war das Loch ca. 50 cm tief.

Ich habe zum Schutz einen Stein auf den Deckel gelegt. Dann wird das Loch wieder vorsichtig mit Erde bedeckt und dann heißt es warten. Im Sommer sah das Ganze dann so aus:

Nach drei Monaten machte ich mich mit einer kleinen Schaufel daran, das Glas wieder auszugraben. Da die Erde allerdings recht trocken und hart war, buddelte ich und buddelte…

Letztenendes griff ich doch noch zur größeren Schaufel und schon machte es klirr! Ich hatte entweder den Glasdeckel oder den Stein darauf getroffen. Das Resultat meiner Ungeduld sah dann so aus und war leider nicht mehr zu retten.

   

Das Glas war voll mit Erde und Scherben. Leider. Also auf ein Neues in diesem Jahr, ich werde berichten.

Aber geärgert habe ich mich schon sehr…

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