Bärlauch – Verreibung

Wild- und Heilkräuter kann man auf unterschiedlichster Weise nutzen. Einige Möglichkeiten habe ich euch ja schon beschrieben, ihr könnt euch zum Beispiel einen Tee mischen, eine Tinktur herstellen oder einen Sirup ansetzen. Es gibt noch einige weitere Zubereitungsarten, auf die ich nach und nach eingehen werde. Eine ganz spezielle Zubereitung, die ich während meiner Ausbildung erlernt habe, möchte ich euch heute vorstellen.

Die Verreibung

Möchte man Pflanzen, die hauptsächlich frisch wirken, wie zum Beispiel der Giersch oder der Bärlauch, haltbar machen, so kann man eine Verreibung herstellen. Ihr braucht einen Mörser, ich habe einen Porzellanmörser benutzt, etwa 10 g Bärlauch und Milchzucker (es geht wohl auch mit Heilerde). Ihr schneidet die Bärlauchblätter klein, gebt etwa die gleiche Menge Milchzucker dazu und fangt an zu mörsern.

Nach zehn Minuten…

… sind noch einige Pflanzenteile in der Masse zu sehen! Nach etwa 30 Minuten…

… ist eine homogene Masse ohne Bärlauchstückchen entstanden. Und du spürst in deiner Hand die getane Handarbeit ;)! Die feuchte Masse gibst du auf ein Stück Butterbrot- oder Backpapier und lässt sie trocknen. Das kann schon ein paar Tage dauern.

Nach dem Trocknen mörserst du alles noch einmal. Hier ist der vorher – nacher -Vergleich.

Das Bärlauch – Pulver hält sich mindestens ein Jahr. Fülle es in ein Glas und bewahre es dunkel auf.

Für eine Frühjahrskur nimmst du jetzt 1-3 Messerspitzen täglich ein. Zu den Wirkungen des Bärlauchs findest du einiges in meinem Kurzportrait zu dieser Heilpflanze. Vorsicht: Da der Bärlauch blutdrucksenkend wirkt, können einige Menschen sehr empfindlich reagieren!

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