Wurzelkraft – Muskelkraft – Heilkraft

Der Wurzelsammler (auch Wurzelsepp) war früher ein anerkannter Beruf. Das Ausgraben der Wurzeln von Wildkräutern ist eine anstrengende Arbeit und wurde daher früher hauptsächlich von Männern verrichtet. Will man die Wurzeln im Anschluss noch verarbeiten, sollten sie möglichst unversehrt ausgegraben werden, was die Sache nicht gerade erleichtert. Wolf-Dieter Storl (7) über das Ernten: Nachdem man Kontakt mit dem Pflanzenwesen hergestellt hat, kann man die Pflanzen ernten. Dafür darf man aber kein Eisen oder anderes Metall, es sei denn Kupfer oder Gold, benutzen. Sie werden nach uralter Gepflogenheit mit Hirschgeweih, Bärenkralle oder Wildschweinhauen oder mit Feuersteinklingen geschnitten oder ausgegraben.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich da bislang eher pragmatisch vorgegangen bin und die Wurzeln mit dem Spaten oder wie auf diesem Bild mit dem Wurzelstecher ausgegraben habe. Während der Ausbildung haben wir uns am Ausgraben mit dem Hirschgeweih probiert, es ist wirklich eine Plackerei.

Allerdings achte ich darauf, dass ich die Wurzeln bei abnehmenden Mond (ab heute ist abnehmender Mond) ernte. Sie sind dann tatsächlich wesentlich kraftvoller. Vielleicht schaffe ich es, euch in diesem Jahr die Unterschiede zu zeigen.

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