Maiwipferl – Sirup im Mastjahr

Die Fichten (wie viele anderen Nadelbäume) bekommen im Mai grüne Spitzen, man nennt sie auch Maiwipferl. Wenn sie noch recht klein (eher knospig) sind, schmecken sie pur sehr lecker (irgendwie zitronig). In diesem Jahr haben die Fichten ihr sogenanntes Mastjahr. Dieses Phänomen kommt in unregelmäßigen Abständen vor, die Bäume produzieren in diesen Jahren besonders viele Samen. Auf dieser Seite *klick* könnt ihr euch ein beeindruckendes Bild dazu anschauen.

Aus den Fichten- oder Tannenspitzen könnt ihr einen Sirup kochen, der gut gegen Husten hilft.

Fichtenspitzen oder Maiwipferl – Sirup

2-3 Handvoll hellgrüne, frische Fichtenspitzen

500 g Zucker

500 ml Wasser

Saft von einer Zitrone

optional Thymian getrocknet und eine Zimtstange mitkochen.

Fichtenspitzen (optional getrockneter Thymian und eine Zimtstange) erhitzen. Über Nacht zugedeckt auskühlen lassen. Am kommenden Tag Fichtenspitzen absieben. Den Sud mit Zucker und Zitrone bei milder Hitze eindicken, bis eine honigartige Konsistenz entsteht.

Bei Husten 3-5 mal täglich 1 TL einnehmen und langsam im Mund zergehen lassen oder 1 TL Sirup in eine Tasse Tee rühren.

WICHTIG: Nicht mit der giftigen Eibe verwechseln. Auch die Eibe treibt im Mai ebenfalls junge, hellgrüne Triebe aus. Eibennadeln sind im Vergleich zu den Nadeln anderer Nadelbäume platt.

Am letzten Wochenende war ich wieder in Sachen Wild- und Heilkräuter-Ausbildung unterwegs. Sonntags haben die Teilnehmerinnen gemeinsam ein Wildkraut-Buffet angerichtet. Eine Frau hat Fichtenspitzen in der Pfanne karamellisiert und mit drei verschiedenen Saucen serviert. Das Ganze war megalecker.

 

 

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