Die Praxis des Destillierens

Das Destillieren von Pflanzen ist eine spannende Sache. Nachdem ich mir im Sommer die kleine Glasdestille Hydrolati vom Röhner KräuterWerk gekauft habe, konnte ich schon einige Versuche mit verschiedenen Pflanzen durchführen. Das Prinzip des Destillieren habe ich euch ja schon im Betrag „Pflanzenwasser aus dem Spaghetti-Topf“ beschrieben. In der Praxis gibt es einiges zu beachten:

Arbeitsschutz: Beim Destillieren, insbesondere mit einer Glasdestille, sollte man immer eine Schutzbrille tragen. Außerdem war mir meine kleine Destille insgesamt etwas zu wacklig und habe es daher noch mit einem Laborstativ und Klemmen gesichert. Wichtig ist noch, dass man den Destilliervorgang immer beobachten muss, insbesondere bei einem solch kleinen Gerät.

Energiequelle: Meine kleine Destille kann recht einfach und überall mit einem Stövchen beheizt werden.

Kühlwasser: Bei größeren Destilliergeräten ist ein Wasserzu- und abfluss über ein Schlauchsystem notwendig. Beim Hydrolati erfolgt die Kühlung lediglich über kaltes Wasser im oberen Gefäß. Ich muss lediglich immer mal wieder das Wasser wechseln. Meistens gebe ich noch Eiswürfel ins Wasser, dann ist der Temperaturunterschied noch größer.

Siedesteinchen: Um einen Siedeverzug (Erklärung in Wikipedia) zu verhindern, muss man in einer Glasdestille immer Siedesteinchen verwenden.

Wasser: Ich nehme normales Leitungswasser, da es mir sehr gut schmeckt. Zur Wasserwahl gibt es sehr viele Meinungen, das muss jeder Nutzer für sich entscheiden.

Pflanzenauswahl: Es eignen sich sehr viele Pflanzen zum Destillieren,  dazu schreibe ich nach und nach noch etwas.

Protokoll: Es ist wichtig, ein Protokoll über die Destillation zu führen, um das Ergebnis bestenfalls reproduzieren zu können oder aus Fehlern zu lernen.

 

Ich habe mich in folgendenen Büchern schlau gemacht, es gibt natürlich noch weitere:

  • Ätherische Öle selbst herstellen – Bettina Malle / Helge Schmickl
  • Hydrolate – Sanfte Heilkräfte aus Pflanzenwasser – Ingrid Kleindienst-John
  • Das große Buch der Pflanzenwässer – Susanne Fischer-Rizzi

(Der Beitrag enthält Werbung für selbst gekaufte Produkte)

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