Holzkugeln Sojamilchbad!

Auch in diesem Winter möchte ich mich dem Färben mit Pflanzen widmen. Dieses Thema begeistert mich nach wie vor und ich werde weiter experimentieren. Anfang 2017 habe ich das e-Book von Rebecca Desnos „Botanical Colour at Your Fingertips“  und das Buch „Natürlich Färben mit Pflanzen“ (19) mit Begeisterung gelesen und einiges ausprobiert.

Allerdings ging es, auch bei meiner Recherche im Internet, meist nur um das Thema Wolle- oder Seide-Färben. Ich wollte aber gerne Baumwolle und Holzperlen färben. Davon stand nirgends etwas. Warum, konnte ich mir nicht erklären, heute bin ich jedoch schlauer.

Wolle und Seide sind tierische Produkte und ihre Fasern bestehen aus Eiweiß. Diese lassen sich wesentlich einfacher Färben als die Zellulose-Fasern von Baumwolle und Holz. Flachs und Hanf lässt sich wohl noch schwerer färben, allerdings habe ich dies noch nicht ausprobiert.

Einige meiner Holzperlen-Färbe-Versuche habe ich euch ja schon gezeigt, seht euch einfach mal unter der Kategorie „Färben“ ein wenig um. Über den Sommer hin, habe ich festgestellt, das viele Farben bei Sonnenbestrahlung sehr schnell verblassen. Daher werde ich weiter experimentieren. Passend dazu hat Rebecca Desnos just vor einer Woche folgendes e-Book zum Thema rausgebracht: „Botanical Dyes on Wood“.

Rebecca beschreibt dort ihre Erfahrungen beim Färben von Holz und erklärt genau wie sie es macht. Das Färben mit Blüten, Blättern, Rinden und Wurzeln ist nicht schwer, jedoch selten reproduzierbar. Es gibt einige wenige Dinge zu beachten, der Rest bleibt einfach spannend!!!

Am Anfang eines jeden Färbeprozesses steht…   die Geduld. Warum?

Um die Aufnahme der Farbe (egal bei welchen Fasern) zu intensivieren, wird das Färbegut in Regel im Vorfeld gebeizt. Dies braucht etwas Vorbereitung und vor allen Dingen Zeit.In meinem Blogbericht über das Beizen habe ich einige Beizmittel aufgelistet. In beiden e-Books von Rebecca Desnos beschreibt sie, dass sie nur mit Sojamilch ihre Stoffe, die Wolle und jetzt neu auch ihre Holzperlen beizt. Das ist ganz einfach, du musst das Färbegut einfach in (sehr) verdünnter Sojamilch ca. 1 Tag einweichen. Wie oben beschrieben, hält die Pflanzenfarbe besser auf eiweißhaltigen Fasern. Mit der Sojamilch werden die Zellulosefasern mit Eiweiß quasi umschlossen. Das Färbegut sollte dann einige Tage „ruhen“.

In dieser Zeit kannst du deine Färbeflotten erstellen. Ich habe mich an die Anweisungen von Rebecca gehalten und es mit folgenden Pflanzen ausprobiert:

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