Kindbettsuppe

… oder einfach Hühnerbrühe.

Doris Grappendorf/Regine Ebert schreiben über die Kindbett- oder Wochenbettsuppe: „Direkt nach der Geburt bekam die Frau früher eine Kindbettsuppe gereicht. Diese wurde meist von den Nachbarsfrauen gekocht. Tradittionell wurde diese schon aufgesetzt, wenn die Wehen begannen. Je mehr Stunden die Suppe auf dem Herd kochte, als umso gehaltvoller wurde sie angesehen. Meist war es eine Hühnersuppe.“

Warum Hühnersuppe? Meine Recherchen ergaben, dass diese Brühe den Eiweißstoff Cystein enthalt. Dieser Stoff soll die Wirkung von Krankheitserregern blockieren und Entzündungen hemmen. Weiterhin wurde das Spurenelement Zink nachgewiesen, welches für das Immunsystem von großer Bedeutung ist. Und nicht zuletzt liefert dieses Gericht Eisen und Vitamin B12. Frauen im Wochenbett sollen schneller regenerieren und wieder zu Kraft kommen. Außerdem helfe die Brühe Wochenbettdepressionen zu verhindern.

Rezept (Ich habe es aus mehreren Rezepten zusammengebastel):

1 Bio – Suppenhuhn (möglichst frisch); Ich habe keins bekommen und habe ein Bio-TK-Huhn genommen und über Nacht im Kühlschrank aufgetaut

2 Petersilienwurzel

1 große Möhre

1 kleine Knolle Sellerie

1 große Zwiebel

1 große Stange Lauch

Ingwer

Kräuter: 15 Pfefferkörner, 15 Körner Koriander, 6 Wacholderbeeren, 2 Lorbeerblätter (Ich habe die Kräuter in einen Teebeutel eingebunden.)

Das Huhn habe ich mit kaltem Wasser gewaschen und in einem großen Topf mit ca 3 Litern zum Kochen gebracht. Ca. 30 bis 50 Min köcheln lassen. Nicht salzen!

Im Anschluss das Gemüse und die Kräuter zugeben und mindestens 3, besser noch 5 Stunden köcheln lassen. Zum Schluss noch salzen und pfeffern.