Kategorie: Pflanzen – Kurzportrait

Schöllkraut

Name – Botanischer Name Familie
Schöllkraut – Chelidonium majus L. Mohngewächse – Papaceraceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Ernte
Das Schöllkraut enthält eine Reihe von Alkaloiden, von denen über 20 isoliert und chemisch identifiziert wurden. Die wichtigsten sind Berberin, Chelerythrin, Chelidonin, Coptisin, Spartein, Chelidoxanthin und Sanguinarin und verschiedener Pflanzensäuren. Der Milchsaft der Pflanze enthält Eiweiß spaltende Enzyme. Die zur Blütezeit gesammelten, getrockneten oberirdischen Teile der Pflanze.
Wirkweise Anwendung
Die Alkaloide wirken krampflösend, schwach schmerzstillend und beruhigend, sodass das Kraut bei gestörter Funktion der Gallenblase und -wege sowie bei krampfartigen Beschwerden im Magen-Darm-Bereich verwendet werden kann. Der frische Pflanzensaft wird bei der Warzenbehandlung empfohlen. Pflanzensaft: Äußerliche Wirkung gegen Warzen. Der ätzende gelbe Saft wirkt stark hautreizend und löst, täglich aufgetragen, Warzen, Hühneraugen und Schwielen auf. Kraut: Tee oder Tinktur

Scharbockskraut

Name – Botanischer Name Familie
Scharbockskraut – Ranunculus ficaria Hahnenfußgewächse – Ranunculaceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Ernte
Vitamin C, Saponine, Ranunculin und dessen Abbauprodukte Blätter: Anfang März bis Ende Mai bzw. bis zur Blüte Hinweis: Wegen des enthaltenen Protoanemonins sollte keine großen Mengen gegessen werden und die Blätter sollen nur bis zur Blüte gegessen werden.  
Wirkweise Botanik
In der Hausapotheke keine Anwendung! Das Scharbockskraut, auch Feigwurz genannt, wächst an Wiesenrändern, in schattigen Parks und in kühlen und feuchten Wäldern und in Gebüschen. Es bildet oft ganze Kolonien. Die Blätter sind fleischig, herzförmig, glänzend und langstielig. Die Blüte, ein leuchtend goldgelber Stern aus sechs bis zwölf spitz zulaufenden Kronblättern zeigt sich im April. Manchmal hat das Blatt einen grünen länglichen, dunklen Fleck.
Zubereitung Sonstiges
Blätter: Von März bis April werden die jungen, glänzenden Blätter gerne in Kräuterkäse, Salat Bratlinge, Kräuteröl und -essig und Salatsaucen gegeben. Scharbockskraut wurde früher wegen des hohen Vitamin C-Gehaltes bei Skorbut (Scharbock) und Frühjahrsmüdigkeit gegessen.    

Lerchensporn

Name – Botanischer Name Familie
Lerchensporne – Corydalis – GIFTPFLANZE – Mohngewächse – Papaveraceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Botanik
Die ganze Pflanze ist giftig aufgrund ihres Alkaloidgehaltes Blüht im März – Mai; Ausdauernde Staude; Blüten weiß bis purpurrot. Wurzelstock knollig, bald hohl werdend; Stängel aufrecht mit meist 2 lang gestielten Blättern, diese oberseits blaugrün, unten weißlich grün; Trauben mit 10 – 20 lang gespornten Blüten und ganzrandigen Tragblättern

Gänseblümchen

Name – Botanischer Name Familie
Gänseblümchen – Bellis perennis Korbblütengewächse – Asteraceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Ernte
Reich an Kalium, Calzium, Magnesium und Eisen, Vitamin A, B1, B2 und C. Blüte: ganzjährig, Hauptblütezeit März bis Mitte Juni
Wirkweise Botanik
Hauterkrankungen / Akne, Gänseblümchen wirken stoffwechselanregend, fördern die Blutbildung und unterstützen die ableitenden Harnwege. Auf Wiesen, Parkrasen und Weiden Blütenkörbchen innen gelb, außen weiß mit mehr oder weniger rosafarbenen Spitzen, bis zu 2 cm Durchmesser, an einem langen Stiel ohne Blätter. Blätter in einer Rosette am Boden, zungenförmig mit schmalem Ansatz, fein behaart, bis zu 6 cm lang.
Zubereitung Sonstiges
Blüten: Von März bis Juni eignen sich die noch nicht stark behaarten Blütenknospen des Gänseblümchens als Salatzutat. Weiter entwickelte Blütenknospen schmecken oft zu intensiv. Grundgeschmack nussig, erinnert an Feldsalat Falsche Kapern: Rezept siehe wildkraut-am-main.de Tee: aus den Blüten 10 Minuten ziehen lassen, gegen Husten, Gicht und Magenbeschwerden Auflagen: Tuch in o.g. Tee eintauchen und auf Ekzem auflegen. „Pickelstift“:  Gänseblümchensalbe:   Kommission E: Nullmonografie  

Ehrenpreis

Name – Botanischer Name Familie
Ehrenpreis, persischer – Veronica persica Wegerichgewächse – Plantaginaceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Ernte
Im blühenden Kraut: Ätherisches Öl, Harze, Kaffeesäurederivate, Gerb- und Bitterstoffe   Blüten: Februar bis September Blätter: zarte Blätter und Triebspitzen von März bis September
Wirkweise Botanik
Früher „Allerweltsheil“ genannt. Verdauungsfördernd regt Stoffwechsel an und hilft bei Atemwegsbeschwerden. Wird auch bei chronischen Hautkrankheiten als Teeauflage eingesetzt. Acker und Gartenunkrautgesellschaften Hauptblütezeit: Februar bis September Allen Ehrenpreisen ist gemein, dass sie blaue oder    rosa Blüten haben und mit vier Blütenblättern, die nicht gleich aussehen. Alle haben dunkelblaue, feine Adern auf den Blütenblättern  
Zubereitung Sonstiges
Tee, Blätter frisch oder getrocknet Blüten und Blätter: Dekoration im Salat; Geschmack herb aromatisch.   „Trinkt Ehrenpreis und Bibernell, dann sterbt ihr nicht so schnell“   Kommission E: ?  

Vogelmiere

Name – Botanischer Name Familie
Vogelmiere – Stellaria media Nelkengewächse – Caryophyllaceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Ernte
Calcium, Kalium, Eisen, Magnesium, Vitamin A und C, Vitamin B1, B2 und B3, Flavonoide, Saponine Die ganze Pflanze kann rund ums Jahr gesammelt werden.
Wirkweise Botanik
In der Volksheilkunde wurde die Pflanze bei Husten, Asthma und Lungenerkrankungen eingesetzt, außerdem zur Reinigung und Kräftigung des ganzen Organismus. Fast überall, aber eher an feuchten schattigen Stellen. Zierliches Kräutlein, wird 5-40 cm groß und bildet oft dichte Polster. Kleine sternförmige weiße Blüten, Blätter eiförmig mit einer Spitze, sitzen immer zu zweit gegenüber am Stängel. Wächst auch unter einer Schneeschicht.
Zubereitung Sonstiges
Kraut: Salat, Suppe oder wie Spinat zubereitet; Geschmack nach kräftig grünem Salat mit Maisnote. Tee: 2 EL frisches, kleingeschnittenes Kraut, zugedeckt 10 Minuten ziehen lassen, bei Halsentzündung Verwechslungsgefahr mit dem schwach giftigen Acker-Gauchheil, wenn dieser nicht blüht. Er hat allerdings einen kantigen Stängel und blüht auffällig hellrot.

Taubnessel

Name – Botanischer Name Familie
Taubnessel – Lamium purpureum Lippenblütengewächse – Lamiaceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Ernte
Kalium, Phosphor, Calcium, Bor, Eisen, Magnesium, Kupfer, Zink und Schwefel, ätherisches Öl, Flavonoide   Blüten: März bis Oktober Blätter: Sammelzeit praktisch das ganze Jahr
Wirkweise Botanik
belebend, entzündungshemmend, wirksam gegen Bakterien, schleimhautschützend, blutstillend, verdauungsfördernd und harntreibend. An Wald- und Gebüschrändern Blätter sehen aus wie Brennnesseln, brennen aber nicht. Lippenblüten (weiß, gefleckt und) purpurrot.
Zubereitung Sonstiges
Blüten und Blätter: Dekoration im Salat, Suppen und Soßen; Geschmack aromatisch-würzig. Umschläge       Kommission E:  

Weide

Name – Botanischer Name Familie
Weide (Silber-Weide) – Salix alba Weidengewächse – Salicaceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Ernte
Salizylalkoholderivate (pflanzliches Aspirin), Gerbstoffe, Kaffeesäure, Flavonoide Rinde: Der Salizylgehalt der ca. 450 Weidenarten (ca. 25 Arten in Deuschland) schwankt erheblich. Die rotrindigen Weiden enthalten wohl mehr Salizyl. Die Rinde wird im Februar geerntet. Blätter: Roh vor der Faserbildung in kleinen Mengen essbar
Wirkweise Botanik
Ein Aufguss oder die Tinktur aus der Rinde kann bei leichten fieberhaften Erkältungs- und Infektionskrankheiten und akuten und chronischen Schmerzen mit Erfolg eingesetzt werden. Die Weiden bevorzugen feuchte Standorte wie Flussufer, Bachränder und Auwälder. Sie kommen als Bäume und Sträucher vor, können bis zu 20 Meter hoch werden. Aus einem stark verzweigten Wurzelwerk gedeiht raschwüchsig der Baum oder Strauch mit rutenförmigen, biegsamen Ästen. Die Blätter sitzen wechselständig und sind lanzettförmig. Weiden sind zweihäusig. Ihre beliebten männlichen Blüten sind die „Kätzchen“. Die grünlicheren, weiblichen Blüten sind schlanker und verströmen Honigduft. Blütezeit: März bis Mai.  
Zubereitung Sonstiges
Tinktur: Geschälte Rindenstücke in ein Glas geben, mit Weizenkornschnaps auffüllen und vier Wochen an einen sonnigen Ort stellen. Innerlich und äußerlich einsetzbar. Tee: Der Tee aus den Rindenstücken ist sehr bitter, da er sehr viele Gerbstoffe enthält.   Innerlich nicht für Schwangere, Säuglinge, Kinder und Menschen, die Blutverdünnungsmittel nehmen geeignet.  
Kommission E: Positivmonografie für fieberhafte Erkrankungen, rheumatische Beschwerden, Kopfschmerzen