Kategorie: Kurzportrait

Sind Bucheckern ungenießbar?

Ich habe sie als Kind im Rumpenheimer Schlosspark haufenweise gesammelt, aufgepult und mit Genuss gegessen!

Im wirklich tollen Buch „Essbare Wildkräuter“ (26) steht über die Früchte der Buche folgendes: Rohe Bucheckern schmecken nussartig… sie können  aufgrund der Oxalsäure und der Saponine auch etwas unbekömmlich wirken. Nach dem Genuss von ca. 30 Samen traten bei empfindlichen Personen Magen- und Darmbeschwerden auf. Die beiden genannten Pflanzenstoffe sind aber wasserlöslich und können durch Abkochen und Abgießen des Kochwassers entfernt werden.

Ich war offensichtlich ein unempfindliches Kind! Auch heute finde ich sie noch sehr lecker!

Essbare Blüten – Taglilien und Kapuzinerkresse –

Wenn ich dieser Tage durch den Garten gehe, genieße ich im Vorbeigehen entweder Taglilien oder Kapuzinerkresse-B lüten:

Taglilien (Homerocallis)

blühen an einer dauerhaften Staude (meine Staude liegt versteckt in einer Ecke des Gartens), die keinerlei Pflege bedarf. Am Besten die halbgeöffneten Blüten ernten, sie schmecken süßlich frisch.

Kapuzinerkresse (Tropaeloum)

Die roten, gelben oder orangen Blüten schmecken so ganz anders als die Taglilien. Ich finde der Geschmack ist senfartig und leicht scharf.

Probiert es aus! 😉

Johanniskraut

 

Name – Botanischer Name Familie
Johanniskraut – Hypericum perforatum L. Johanniskraut – Hypericaceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Ernte
Flavonoide (Hypericin, Hyperforin), Gerbstoffe, ätherische Öle, Anthocyane Blätter und Triebspitzen: Blätter von April bis Juli als Würze für Tee, Bitterlikör, Kräuterwein, Schnaps und Bier;

Blüten und Blätter (Kraut): Juni bis September, blühende Triebe ca. 15 cm bei Sonne ernten

Wirkweise / Anwendung Botanik
innerlich: Depressive Verstimmungen, Ängste, Unruhe, Schlafstörungen, Migräne, Reizblase, Beschwerden in den Wechseljahren

äußerlich: Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen, Sonnenbrand, verspannte Muskulatur, Hexenschuss, Gürtelrose, Narbenbehandlung

Nebenwirkung: Photosensiblität (selten) möglich. Intensive Sonnenbestrahlung während der Anwendung vermeiden

Wechselwirkung: nicht anwenden bei gleichzeitiger Einnahme von blutgerinnungshemmenden Mitteln

trockene, sonnige Lagen

 

80 – 100 cm hohe Pflanze mit festem, zwei oder vierkantigem Stängel, oben buschig verzweigt, Blätter sitzen ohne Stiel gegenständig am Stängel. Sie sind eiförmig und ganzrandig und durch viele Öldrüsen gepunktet. Goldgelbe fünfzählige Blüten. Beim Zerdrücken tritt ein roter Saft aus und färbt die Finger violettrot.

Zubereitung Sonstiges
innerlich

Tee: 1-2 TL Johanniskraut mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen und 7 Minuten ziehen lassen, 2-5 Monate 2-mal täglich trinken.

äußerlich und innerlich: Rotöl

äußerlich: Tinktur, Schlafkissen, Räucherstäbchen

 

Das Räuchern von getrocknetem Kraut bringt Wärme und Geborgenheit.

 

Kommission E: Positiv innerlich und äußerlich