Kategorie: Sammeln

Was brauchst du zum Kräuter-Sammeln?

Ich werde immer mal wieder gefragt, was ich zum Wild- oder Heilkräutersammeln so mit in die Natur nehme. Ich denke, das muss jeder individuell entscheiden. Ich kann euch aber gerne zeigen, was ich so mitnehme. Natürlich packe ich nicht immer alle der gezeigten Dinge in den Rucksack…

Rucksack – ist praktisch, da man beide Hände zum Sammeln frei hat

Wasserflasche – besonders im Sommer, um sich nach dem Kräutersammeln bei den Pflanzen „zu bedanken“. Und natürlich zum Trinken oder zum Händewaschen.

Bestimmungsbuch und/oder Bestimmungs-App – Falls ihr euch nicht sicher seit, ob ihr die Pflanze, die ihr entdeckt habt, tatsächlich kennt, macht lieber erst mal ein Photo davon und schaut zu Hause nochmal in Ruhe nach.

Einen Wurzelstecher – finde ich sehr praktisch, er ist auch nicht schwer. Allerdings lehnen viele Kräuterkundige das Wurzelstechen mit dem Werkstoff „Metall“ ab. Sie verwenden traditionell Geweihe zum Ausgraben. Ich sage euch, das ist sehr sehr mühsam, daher sehe ich das allerdings eher pragmatisch.

Mein Mann hat mir das Garden Multi Tool von Gentelmen´s Hardware geschenkt. Es ist ein richtig tolles Werkzeug. Es beinhaltet eine Säge, Schere und ein Messer.

Eine kleine Lupe kann dir bei der Pflanzenbestimmung gute Dienste tun.

Deine gesammelten Pflanzen kannst du dann entweder im Korb, im Stoffbeutel oder in der Papier-Tüte nach Hause tragen. Zum Frischhalten empfehle ich im Sommer sie gegebenenfalls in ein nasses Tuch einzuschlagen.

Auf dem Fahrrad habe ich auch schon einen Klappspaten dabei gehabt, dieser hat jedoch nicht mehr auf das Bild gepasst.

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Bärlauch – Saison

Auch wenn die Tage nicht nach Frühling aussehen, sprießt das Grün doch eifrig. Nachdem die Sperrung des Schlossparks in Rumpenheim wieder aufgehoben wurde, habe ich heute den ersten zarten Bärlauch im strömenden Regen geerntet. Wenn sich die jungen Blätter durch die welken Blätter am Boden schieben, ist tatsächlich Vorsicht geboten, dass man nicht aus Versehen falsche Blätter erntet. Oft steht der Bärlauch gemeinsam mit Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen. Bei uns wächst er neben dem Aronstab. Alle Teile dieser Pflanze einschließlich der roten Beeren sind giftig. Der Aronstab ist die Giftpflanze 2019. Ich empfehle, die geernteten Blätter zu Hause noch einmal zu überprüfen. Die Blätter sind sich nicht wirklich ähnlich, wenn sie allerdings ganz klein sind, kann es schon passieren, dass aus Versehen ein falsches Blatt in den Korb oder in den Beutel wandert.

links Bärlauch – rechts Aronstab

Bärlauch – Kurzportrait

Bärlauch – Radieschenblätter – Suppe

Bärlauch – Pesto

Bärlauch – Verreibung

Bärlauch – Quiche

Weidenrinden-Tinktur

Heute habe ich meine erste Tinktur in 2019 angesetzt. Mit Bäumen, die noch keine Blätter tragen, kenne ich mich nur bedingt aus. Aber Trauerweiden gibt es hier bei uns am Main wirklich viele. Die Weide liebt es am Wasser zu leben.

Die frische geernteten Weidenruten habe ich von der Rinde befreit und in Stücke geschnitten.

Die Rindenstücke habe ich in eine Glas gegeben und mit Alkohol (z.B. Weizenkornschnaps) aufgefüllt. Nun muss das Ganze 4-6 Wochen an einem warmen Ort ziehen. Dann werde ich die Tinktur abfiltern und in ein dunkles Fläschen füllen. Die Tropfen können innerlich und äußerlich als Umschläge angewendet werden. Anwendungsgebiete und Kontraindikationen siehe im Kurzportrait „Weide“

Frischen Beinwell verwenden!

Bei allen stumpfen Verletzungen könnt ihr sehr gut frische Beinwellwurzeln oder im Sommer auch die Blätter als Umschlage verwenden. Die Blätter sind sehr rau und können mit einem Nudelholz ausgewalkt werden, dann sind sie angenehmer auf der Haut. Die Wurzeln werden im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr ausgegraben. Wenn man die Wurzeln auseinanderbricht, hört es sich tatsächlich so an als würde ein Knochen durchbrechen. Die Wurzeln sind sehr schleimig und schmecken lecker. Probiert sie ruhig mal! Beim Waschen sollte die schwarze Hüllschicht nicht abgemacht werden. Weiterlesen

Beinwell braucht jeder Garten!

Der Beinwell (Symphytum officinale)

Diese Heilpflanze war mir bis letztes Jahr gänzlich unbekannt. Dachte ich zumindest! Erst als ich den lateinischen Namen gelesen habe, wurde mir klar, dass ich in der Vergangenheit Symphytum schon diverse Male bei Sportverletzungen, insbesondere Frakturen, als homöopathisches Mittel eingesetzt habe. Weiterlesen

Grüne Walnüsse – Likör / Grappa –

…oder jetzt schon an Weihnachten denken! Wir haben in unserem Hof einen riesengroßen Nussbaum stehen, er ist bald 60 Jahre alt.

Inzwischen ist er so groß, dass er alle drei bis vier Jahre radikal geschnitten werden muss. Leider konnten wir in den letzten Jahren so gut wie keine Nüsse ernten, da die grünen Schalen leider immer komplett schwarz werden und die meisten Nüsse innen verfaulen, es handelt sich dabei entweder um Fliegenmaden oder um eine Krankheit . Weiterlesen

Brennessel und Ampfer

Seid ihr auch so Brennessel-empfindlich wie ich? Bei mir brennt und schmerzt die betroffene Stelle manchmal bis zu zwei Tage. Daher pflücke ich Brennessel, z.B. für das leckere Brennessel-Detox-Wasser, nur mit Handschuhen. Beim letzten Ausbildungs-Wochenende haben wir für ein Gericht Brennessel gebraucht. Ich habe mich gleich geweigert ihn ohne Handschuhe zu pflücken. Andere Teilnehmerinnen hatten damit zum Glück gar kein Problem. Weiterlesen