Schlagwort: Johanniskraut

Lebenselexier – 9 Kräuter-Tropfen

Eine Tinktur ist ein flüssiger, mit Alkohol hergestellter Auszug pflanzlicher Drogen.

Als Droge ist hier der Ausdruck einer Arzneidroge gemeint und bedeutet „Teile von Pflanzen, Pilzen, Tieren oder Mikroorganismen, die zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden“.

Ich werde euch einige nützliche Tinkturen vorstellen. Laut Doris Grappendorf ist die nachfolgend aufgeführte Tinktur ein Lebenselixier. Für sie sind in diesen Tropfen die wichtigsten Heilpflanzen aus unserer Region enthalten. Klosterfrau Melissengeist und auch die sogenannten Schwedenbitterrezepte sind sogenannte Lebenselixiere. Sie enthalten immer Bitterstoffe, die dem Magen-Darm-Trakt guttun. Sie helfen nach zu fettem Essen und helfen der Verdauung auf die Sprünge. Sie helfen auch das Immunsystem zu stärken und die Darmflora aufzubauen. Äußerlich hilft die Tinktur auch bei Entzündungen, eine Lebenselixier halt… Weiterlesen

Johanniskraut – Räucherstäbchen

Die Tage sind vom Johanniskraut geprägt. Nach dem Johanniskrautöl oder Rotöl habe ich heute Johanniskraut – Räucherstäbchen gebunden. Das ist ganz einfach. Die Krautstängel (Blüte und Blätter) übereinander legen und mit einem dünnen Baumwollgarn umwickeln. Dann lasst ihr das Ganze trocknen. Die trocknen Räucherstäbchen über einer feuerfesten Schale anzünden und genießen.

Über das Räuchern habe ich bislang noch nicht so oft berichtet, das werde ich aber noch nachholen. Johanniskraut duftet als Räucherung warm, leicht frisch und fast blumig. Es öffnet den Geist, fördert Vertrauen, wirkt beruhigend und stressabbauend.

Johanniskrautöl – Rotöl

Johanniskraut ist ein sehr wichtiges Heilkraut, welches das ganze Jahr gebraucht wird. Das Johanniskrautöl, auch Rotöl genannt, wird innerlich und äußerlich genutzt. In der Literatur wird es auch sogar mal als „Zauberöl“ bezeichnet. Es kann Schmerzen aller Art lindern: Nervenschmerzen, Muskelschmerzen, Verspannungen, Verstauchungen, Prellungen, Hexenschuss, Gürtelroseschmerzen, Vebrennungen, Sonnenbrand. Johanniskraut darf auch auf offene Wunden gegeben werden. Gut einsetzen kann man das Öl auch bei der Narbenpflege. Innerlich wird das Johanniskrautöl bei Magen-Darm-Infekten empfohlen, es beruhigt die Schleimhäute (tgl. 1 TL).

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Johanniskraut

 

Name – Botanischer Name Familie
Johanniskraut – Hypericum perforatum L. Johanniskraut – Hypericaceae
Wichtigste Inhaltsstoffe Ernte
Flavonoide (Hypericin, Hyperforin), Gerbstoffe, ätherische Öle, Anthocyane Blätter und Triebspitzen: Blätter von April bis Juli als Würze für Tee, Bitterlikör, Kräuterwein, Schnaps und Bier;

Blüten und Blätter (Kraut): Juni bis September, blühende Triebe ca. 15 cm bei Sonne ernten

Wirkweise / Anwendung Botanik
innerlich: Depressive Verstimmungen, Ängste, Unruhe, Schlafstörungen, Migräne, Reizblase, Beschwerden in den Wechseljahren

äußerlich: Schnitt- und Schürfwunden, Verbrennungen, Sonnenbrand, verspannte Muskulatur, Hexenschuss, Gürtelrose, Narbenbehandlung

Nebenwirkung: Photosensiblität (selten) möglich. Intensive Sonnenbestrahlung während der Anwendung vermeiden

Wechselwirkung: nicht anwenden bei gleichzeitiger Einnahme von blutgerinnungshemmenden Mitteln

trockene, sonnige Lagen

 

80 – 100 cm hohe Pflanze mit festem, zwei oder vierkantigem Stängel, oben buschig verzweigt, Blätter sitzen ohne Stiel gegenständig am Stängel. Sie sind eiförmig und ganzrandig und durch viele Öldrüsen gepunktet. Goldgelbe fünfzählige Blüten. Beim Zerdrücken tritt ein roter Saft aus und färbt die Finger violettrot.

Zubereitung Sonstiges
innerlich

Tee: 1-2 TL Johanniskraut mit 150 ml kochendem Wasser überbrühen und 7 Minuten ziehen lassen, 2-5 Monate 2-mal täglich trinken.

äußerlich und innerlich: Rotöl

äußerlich: Tinktur, Schlafkissen, Räucherstäbchen

 

Das Räuchern von getrocknetem Kraut bringt Wärme und Geborgenheit.

 

Kommission E: Positiv innerlich und äußerlich

 

Wildkräuter Trocknen

Nach dem Erkennen, Sammeln und Verarbeiten von frischen Wildkräutern, ist das Trocknen von Wildkräutern ein sehr wichtiger Verarbeitungsschritt. Wenn ihr nach dem Wildkräuter sammeln eure Pflanzen trocknet, verwandelt ihr eure Arzneipflanze in eine (sog.) Droge (kommt vom altdeutschen Wort „trocken“) . Weiterlesen

Für Mamas nach der Geburt – Frayas Kräuterkissen

Nachdem ich euch meine selbst genähten und mit Wildkräutern gefüllten Kräuterkissen vorgestellt habe, möchte ich euch noch eine schöne Geschenkidee für junge Mütter zeigen. Nach der Geburt ist Erholung im Wochenbett angesagt, die Frauen sind in dieser Zeit ja besonders schutzbedürftig.

Das Rezept für Freyas Kräuterkissen ist aus dem Buch Wildkräuterapotheke von Doris Grappendorf:

Ein kleines Kissen mit Bettstrohkräutern wie z.B. Schafgarbe, Johanniskraut, Thymian, Kamille, Frauenmantel, Gänseblümchen füllen und zunähen. Diese heilenden und desinfizierenden Kräuter sollen entspannen, schützen und eine Infektion verhindern.