Kategorie: Rezepte

Verwertung von Kräutern

Ich habe vor einiger Zeit meine getrockneten Kräuter neu sortiert. Zu Heilzwecken und als Tee solltest du deine Kräuter möglichst jährlich erneuern. Wurzeln und Rinden sind deutlich länger als ein Jahr haltbar. Wenn du deine Kräuter selbst sammelst, ergibt sich der Austausch ja von selbst. Die aussortierten „abgelaufenen“ Kräuter sind jedoch viel zu schade, um sie auf den Kompost zu geben. Ich verwende sie entweder zum Räuchern oder fülle Kräuterkissen damit.

In diesem Jahr habe ich erstmals größere Kissen (20 x 20 cm) genäht. Zum Thema Kräuterkissen und zur Herstellung habe ich 2018 schon einen Bericht verfasst habe. In die größeren Kissen habe ich nun neben den Kräutern auch Dinkelspelze und Zirbenholz gefüllt. Jetzt fühlt es sich an wie „richtige“ Kissen. Wenn der Gruch nachlässt, müsst ihr das Kissen einfach ein wenig zerknautschen und schon wird er wieder intensiver. Ich habe immer ein Kräuterkissen im Bett, es gibt allerdings auch Tage, da lege ich das Kissen weg, da ich das Aroma manchmal nicht mag. Welche Kräuter ich in diesem Jahr eingefüllt habe, kann ich euch gar nicht genau sagen, es waren aber viele. Ich empfehle euch allerdings Lavendel sparsam zu nutzen, da die Blüten das Aroma der anderen Kräuter zu sehr zurückdrängen.

Hier noch ein kleiner Tipp zum Füllen. Ich verwende ein kleines Stück Plastikrohr, damit geht es echt prima.

Außderdem habe ich noch zwei kleinere „Bettstroh – Kissen“ für werdende Mütter befüllt. Was es damit auf sich hat, könnt ihr in meinem Betrag „Für Mamas nach der Geburt – Frayas Kräuterkissen“ nachlesen.

Gute – Laune – Wein

Je eine Handvoll Schlüsselblumen, Gänseblümchen und Veilchen in einen Topf geben und mit einer Flasche gutem Bio-Weißwein zum Sieden bringen. Bevor die Mischung zu kochen beginnt, die Hitze abschalten und 10 Minuten ziehen lassen. In Glasflaschen abfiltern und kühl stellen (ca. 4 Wochen haltbar).

Um das Stimmungstief der langen grauen Wintermonate hinter sich zu lassen, trinken sie mittags und abends ein Likörgläschen davon – das beflügelt und lässt wieder Freude für die schönen Dinge des Lebens aufkommen.

Ursel Bühring

Rezept aus dem Buch „Alles über Heilpflanzen“ (4) von Ursel Bühring

Weidenrinden-Tinktur

Heute habe ich meine erste Tinktur in 2019 angesetzt. Mit Bäumen, die noch keine Blätter tragen, kenne ich mich nur bedingt aus. Aber Trauerweiden gibt es hier bei uns am Main wirklich viele. Die Weide liebt es am Wasser zu leben.

Die frische geernteten Weidenruten habe ich von der Rinde befreit und in Stücke geschnitten.

Die Rindenstücke habe ich in eine Glas gegeben und mit Alkohol (z.B. Weizenkornschnaps) aufgefüllt. Nun muss das Ganze 4-6 Wochen an einem warmen Ort ziehen. Dann werde ich die Tinktur abfiltern und in ein dunkles Fläschen füllen. Die Tropfen können innerlich und äußerlich als Umschläge angewendet werden. Anwendungsgebiete und Kontraindikationen siehe im Kurzportrait „Weide“

Marzipan aus Rosenwasser

Rechtzeitig zur Weihnachtszeit ist mir die Idee gekommen, dass für die Marzipanherstellung Rosenwasser gebraucht wird. Also habe ich im Internet recherchiert und aus folgenden Zutaten erstmals selbst Marzipan hergestellt:

100 g abgezogene ganze Mandeln

80 g Puderzucker

10 g Rosenwasser (selbst destilliert!)

5 Tropfen Bittermandelöl

Mandeln sehr sehr fein mahlen! Die übrigen Zutaten untermischen und genießen!

Hagebuttenlikör

In Nachbars Garten haben mich die ganze Zeit so wunderschöne Hagebutten angelacht. Gestern durfte ich sie dann ernten! Im Netz habe ich dann nach Rezepten geschaut und auch einiges gefunden. Da ich aber zurzeit an einigen Projekten parallel arbeite und tatsächlich nicht die Zeit (und auch nicht die Lust) verspürte, die Kerne aus der Frucht zu pulen, habe ich mich entschieden einen Likör anzusetzen. Weiterlesen

Lebenselexier – 9 Kräuter-Tropfen

Eine Tinktur ist ein flüssiger, mit Alkohol hergestellter Auszug pflanzlicher Drogen.

Als Droge ist hier der Ausdruck einer Arzneidroge gemeint und bedeutet „Teile von Pflanzen, Pilzen, Tieren oder Mikroorganismen, die zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet werden“.

Ich werde euch einige nützliche Tinkturen vorstellen. Laut Doris Grappendorf ist die nachfolgend aufgeführte Tinktur ein Lebenselixier. Für sie sind in diesen Tropfen die wichtigsten Heilpflanzen aus unserer Region enthalten. Klosterfrau Melissengeist und auch die sogenannten Schwedenbitterrezepte sind sogenannte Lebenselixiere. Sie enthalten immer Bitterstoffe, die dem Magen-Darm-Trakt guttun. Sie helfen nach zu fettem Essen und helfen der Verdauung auf die Sprünge. Sie helfen auch das Immunsystem zu stärken und die Darmflora aufzubauen. Äußerlich hilft die Tinktur auch bei Entzündungen, eine Lebenselixier halt… Weiterlesen

Zitronen – Knoblauch – Kur

Ab sofort werde ich die viel gelobte

Zitronen – Knoblauch – Kur

beginnen. Sie soll Kalkablagerung im Körper abbauen und die Blutfettwerte verbessern. Neben einer positiven Wirkung auf die Leber wird auch die Verbesserung der Schilddrüsenfunktionen beschrieben. Weiterhin soll sie die Paradontitis verringern und vernarbtes Bindegewebe auflösen.

Insgesamt wird mir versprochen, dass ich mich nach drei Wochen jünger und fitter fühlen werde. Ich bin gespannt! Weiterlesen

Grüne Walnüsse – Likör / Grappa –

…oder jetzt schon an Weihnachten denken! Wir haben in unserem Hof einen riesengroßen Nussbaum stehen, er ist bald 60 Jahre alt.

Inzwischen ist er so groß, dass er alle drei bis vier Jahre radikal geschnitten werden muss. Leider konnten wir in den letzten Jahren so gut wie keine Nüsse ernten, da die grünen Schalen leider immer komplett schwarz werden und die meisten Nüsse innen verfaulen, es handelt sich dabei entweder um Fliegenmaden oder um eine Krankheit . Weiterlesen

Johanniskrautöl – Rotöl

Johanniskraut ist ein sehr wichtiges Heilkraut, welches das ganze Jahr gebraucht wird. Das Johanniskrautöl, auch Rotöl genannt, wird innerlich und äußerlich genutzt. In der Literatur wird es auch sogar mal als „Zauberöl“ bezeichnet. Es kann Schmerzen aller Art lindern: Nervenschmerzen, Muskelschmerzen, Verspannungen, Verstauchungen, Prellungen, Hexenschuss, Gürtelroseschmerzen, Vebrennungen, Sonnenbrand. Johanniskraut darf auch auf offene Wunden gegeben werden. Gut einsetzen kann man das Öl auch bei der Narbenpflege. Innerlich wird das Johanniskrautöl bei Magen-Darm-Infekten empfohlen, es beruhigt die Schleimhäute (tgl. 1 TL).

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